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Der erste Segeltörn - und was Sie erwartetEine ungewöhnliche Reise auf schwankenden Planken
Sie werden auf einem Segeltörn mit Gleichgesinnten unter Anleitung eines professionellen Skippers eine Segelreise auf einer Yacht unternehmen. Der Skipper wird Sie mit den Bordeinrichtungen vertraut machen, denn eine
Segelreise ist eine sportliche Angelegenheit, bei der jedes Crewmitglied
nach besten Kräften mit anpacken muss.
Natürlich gibt es auch Segelreisen auf grossen Luxus-Seglern, die entsprechendes Personal an Bord haben und bei denen sich die Gäste an Bord um nichts kümmern müssen. Aber davon sprechen wir hier nicht. Sie wollten doch etwas lernen, oder nicht? Von Profis lernenAlso, Sie möchten irgendwann einmal in der Lage sein, so eine Yacht selbst fahren zu können. Dann werden Sie viel, viel lernen müssen, viele Erfahrungen sammeln und zumindest in der Anfangszeit froh sein, wenn Ihnen Ihr Skipper alles erklärt, alles zeigt und Ihnen in jeder Weise behilflich ist, alles, was mit der Schiffsführung zu tun hat, nahe zu bringen. Auch nach vielen Segeltörns, nach mehreren tausend Seemeilen können Sie noch lernen. Profitieren Sie von der Erfahrung eines gestandenen Seemannes, hören Sie genau zu, wenn über ein Thema diskutiert wird. Sie haben wahrscheinlich schon festgestellt, dass Segler sich selten einig sind über das Verhalten in einer bestimmten Situation. Das beginnt beim Abwettern eines Sturmes und endet noch lange nicht bei der Frage: wie rette ich einen Über-Bord-Gegangenen? Vorbereitung auf extreme SituationenKeine Angst, das sind Extremfälle und wir hoffen nicht, dass Ihnen auf Ihrem ersten Segeltörn so etwas widerfährt - und am besten auch später nicht. Man muss allerdings auf See immer auf alles gefasst sein. Je besser Sie sich im Vorfeld theoretisch mit einer kritischen Situation befasst haben, desto besser werden Sie in der Lage sein, den Schwierigkeiten zu begegnen. FahrtrouteWährend Ihres Segeltörns fahren Sie vom Ausgangshafen aus je nach Seegebiet meistens eine Art Rundtour ab. Das heisst, Sie werden am Ende wieder im Ausgangshafen ankommen.
Päckchenliegen im Hafen
Wie die Strecke unterwegs verläuft, welche Häfen angelaufen werden, das alles hängt im Wesentlichen von der geschickten Planung Ihres Skippers ab. Er wird seine Entscheidung nicht nur vom Törnplan, sondern vom aktuellen und zu erwartenden Wind und der Wetterlage abhängig machen. Es kann auch sein, dass er auf Ihrer Tour einen bestimmten Hafen anlaufen muss, weil er dort vielleicht ein Erstatzteil bestellt hat, was abgeholt werden muss. Bedenken Sie bitte, dass diese Yacht, auf der Sie gerade eine oder zwei Wochen Urlaub machen, auch ein Verkehrsmittel ist, dass ständig im Einsatz ist und vor allem auch einsatzfähig gehalten werden muss und entsprechende Pflege benötigt. Für all das ist der Skipper verantwortlich. Obwohl natürlich normalerweise die regelmässige Pflege während des Crewwechsels, zwischen zwei Törns, vorgenommen wird, kann es trotzdem einmal vorkommen, dass auch unterwegs einmal irgendetwas besorgt werden muss. Je nachdem, wie eng geplant Ihre Segelreise ist und wieviele Seemeilen gesegelt werden sollen, sind unterwegs auch manchmal Landausflüge vorgesehen. In der Regel hat die Crew hier ein Mitspracherecht und kann Wünsche äußern. Wenn es machbar ist, wird der Skipper darauf eingehen. LangstreckeManche Segeltörns sind Streckenfahrten, die vom Hafen A zum Hafen B führen. Ein klassischer Langstreckentörn ist die Atlantik-Überquerung. Sie startet von Europa aus auf den Kanarischen Inseln und führt auf der Passat-Route in die Karibik. Je nach Größe der Yacht und den Windverhältnissen dauert die Überquerung zwischen 15 und 20 Tagen. Hierbei werden meistens viele Seemeilen zurückgelegt und es wird in der Regel auch nachts gesegelt. Dazu muss die Crew in ein Wachsystem eingeteilt werden, bei der immer ein Teil der Crew Wache hat, also das Schiff fährt, während der andere Teil der Crew schläft oder sich um die Verpflegung kümmert. Diese Törns sind je nach Seegebiet eine Herausforderung, sie müssen fachmännisch geplant und organisiert werden. Sie erfordern eine leistungsfähige Crew, denn der Ausfall eines Mitseglers schwächt die jeweilige Wachmannschaft. Deshalb kann ich einem Anfänger nur von einem Langstreckentörn abraten. Später, wenn Sie sicher sind, nicht seekrank zu werden, wenn Sie wissen, was Sie sich selbst zumuten können, dann ist eine Streckenfahrt etwas sehr Spannendes und eine gute Erfahrung. Für viele Segler erfüllt sich mit einer Atlantik-Überquerung ein langgehegter Traum!. Nach Ihrer Heimkehr werden Sie auch zu denen gehören, die Seemannsgarn spinnen - die Wellen werden mit jeder Erzählung höher, der Regenbogen immer farbiger und die Begegnung mit Walen, Containern und sonstigen Raubtieren der Meere ungezählt! AusbildungstörnsWenn Sie sich für einen Ausbildungstörn mit praktischer Prüfung entschieden haben, wird der Schwerpunkt des Törns auf der Ausbildung liegen. Sie werden jede Menge Manöver üben, üben und üben! Ihr Skipper weiss, worauf es bei der Prüfung ankommt, und wird Sie daraufhin ausbilden. Wenn dann am letzten Tag des Törns die Prüfer an Bord kommen, versuchen Sie, gelassen zu bleiben. Erinnern Sie sich daran, dass Ihre Manöver die ganze Woche über prima geklappt haben - warum sollte das jetzt anders sein? Der Lohn des Tages und der Woche wird der Erhalt Ihres ersehnten
Segelscheins sein - Herzlichen Glückwunsch!
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